Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)

Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung ist ein fester Bestandteil der Ausbildung zur Gebäudereinigerin bzw. zum Gebäudereiniger. Sie dient der Unterstützung und Ergänzung der handwerklichen Ausbildung.

Auch im Handwerk und insbesondere der Branche der Gebäudereiniger nehmen die Anforderungen an Ausbildungsbetriebe, Ausbilder und Auszubildende nehmen zu. Besonders kleine und mittlere Handwerksunternehmen können deshalb oft nicht mehr alle dem Berufsbild entsprechenden Spezialkenntnisse und High-Tech-Fertigkeiten vermitteln. Diese Lücke schließt die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung. Als Teil der Fachpraxis ergänzt sie die betriebliche Lehre und entlastet die Betriebe. Sie stellt ein breites, einheitliches Ausbildungsniveau sicher, das sich den technischen und ökonomischen Veränderungen anpasst.

Alle Auszubildenden (Lehrlinge), für deren Ausbildungsbetrieb die Handwerkskammern Hamburg, Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern zuständig sind, werden während ihrer Ausbildungszeit gemäß den vom Bundesinnungsverband in Zusammenarbeit mit dem Heinz-Piest-Institut erarbeiteten Unterweisungsplänen für die Lehrgänge der überbetrieblichen Ausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk unterrichtet. Alle Auszubildenden haben während ihrer Ausbildungszeit an der fachpraktischen Ausbildung teilzunehmen. Die Teilnahme ist Pflicht und Voraussetzung für die Zulassung zur Gesellenprüfung.


Die überbetriebliche Ausbildung findet in diversen, speziell geeigneten Objekten bzw. in der Fortbildungsstätte der Landesinnung der Gebäudereiniger Nordost statt.

Die überbetriebliche Ausbildung erfolgt während der betrieblichen Ausbildungszeit. Ort, Zeitpunkt und Dauer sowie der Ausbildungsplan werden von der Landesinnung festgelegt und rechtzeitig bekannt gegeben.

Der Ausbildende ist verpflichtet, den Auszubildenden (Lehrling) für die Dauer der überbetrieblichen Ausbildungszeit von der betrieblichen Ausbildung unter Fort-zahlung der Ausbildungsvergütung freizustellen.

Die Gebühren für die überbetriebliche Ausbildung sind für alle Innungsmitglieder durch die jährliche Zahlung des Umlagebeitrages abgegolten. Ansonsten trägt der Ausbildende die Kosten. Gegen Ausbildende, die ihren Auszubildenden die Teilnahme an den Lehrgängen nicht ermöglichen, können die Handwerkskammern Hamburg, Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern gem. § 112 HwO ein Ordnungsgeld festsetzen.

Ausbildungsjahr  Art des LehrgangesKurzbezeichnung  Dauer in Wochen
1. Schäden an Oberflächen durch Umwelteinflüsse G-GEB 1/10 1
1. Schadensverhütung durch Oberflächenschutz und Baustoffkonservierung G-GEB 2/10 1
ab 2. Rationeller Einsatz und Umgang mit Geräten und Maschinen für spezielle Arbeiten an Textilien, Holz- und Steinoberflächen GEB 1/10 1
ab 2. Tätigkeiten in Krankenhäusern, Altenheimen, Schwimmbädern, LM- verarbeitenden Betrieben, sanitären Anlagen in Sportstätten, Schulen sowie Industriebereichen GEB 3/10 1
ab 2. Schädlingsbekämpfungs- und Vergrämungsmaßnahmen in und an Gebäuden sowie auf Freiflächen GEB 4/10 1
ab 2. Industriereinigung, Maschinen- und Anlagenreinigung GEB 5/10 2
ab 2. Rationeller Einsatz und Umgang mit modernen Geräten und Maschinen

GEB 6/10

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